Zettel rein, Schredder an: JuLis machen Bürgerprobleme sichtbar

Mit der Wahlkampfaktion „Problem-Schredder“ haben die Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg deutlich gemacht, welche Themen die Menschen im Kreis besonders bewegen.

Zur Auswahl standen fünf zentrale kommunale Herausforderungen: Bürokratie, Sicherheit, Verkehr, Wohnraum sowie die chronische Unterfinanzierung der Kommunen durch Bund und Land. Jede geschredderte Problemkarte wurde gezählt und dokumentiert. Am häufigsten nannten die Bürger Bürokratie, Sicherheit und die finanzielle Überlastung der Kommunen.

Die Gespräche am Stand zeigten nach Einschätzung der JuLis einen klaren Zusammenhang: Viele konkrete Probleme vor Ort sind Folge fehlender finanzieller Spielräume.

„Wenn CDU und SPD im Bund und im Land immer neue Aufgaben übertragen, ohne sie ausreichend zu finanzieren, leidet am Ende der Alltag vor Ort – von Schulen über Infrastruktur bis hin zu Kulturangeboten“, erklärt Elias Philipp Herzog, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg.

Die JuLis fordern daher eine konsequente Umsetzung des Konnexitätsprinzips sowie verlässliche, flexible Finanzmittel statt eines unübersichtlichen Förderchaos. Nur so könnten Städte und Gemeinden langfristig planen und investieren.


Auch beim Thema Sicherheit gehe es um mehr als statistische Debatten. „Wir nehmen das Sicherheitsgefühl der Menschen ernst“, so Herzog. Mehr Präsenz vor Ort, bessere Beleuchtung sowie Programme wie KOMPASS sollen präventiv für mehr Sicherheit sorgen.

In der Verkehrspolitik setzen die Jungen Liberalen auf einen ideologiefreien Ansatz: attraktiverer ÖPNV, sichere Radwege und ein klares Bekenntnis zum Auto – ohne Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen.

Beim Wohnraum fordern die JuLis mehr Angebot statt mehr Regulierung: schnellere Genehmigungen, neue Bauflächen und Nachverdichtung sollen insbesondere junge Menschen entlasten.

Auch der Bürokratieabbau spielte eine zentrale Rolle. Digitale Verfahren, das Once-Only-Prinzip, weniger Bagatellsteuern und das endgültige Ende des Faxgeräts sollen Verwaltung effizienter und bürgernäher machen.

Fazit der Aktion: „Die Probleme wurden nicht geschreddert – sie wurden sichtbar gemacht.“ Die Ergebnisse sollen direkt in den weiteren Kommunalwahlkampf einfließen.

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 15.03. rufen die Jungen Liberalen dazu auf, sich einzubringen und wählen zu gehen. Kommunalpolitik entscheidet über den Alltag vor Ort – und jede Stimme zählt.

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Foto: Elias Philipp Herzog / Junge Liberale Hersfeld-Rotenburg
Verwendung für redaktionelle Berichterstattung über die Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg honorarfrei.
Foto: Julius Steimar / Junge Liberale Hersfeld-Rotenburg
Verwendung für redaktionelle Berichterstattung über die Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg honorarfrei.