JuLis werben für sachliche Sicherheitsdebatte und setzen auf Prävention statt Polemik

Die Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg sprechen sich für eine sachliche und faktenbasierte Sicherheitsdebatte im Landkreis aus. Zugleich kritisieren sie, dass konstruktive Ansätze vorschnell abgelehnt und stattdessen mit parteipolitischen Zuspitzungen gearbeitet werde. Der FDP-Nachwuchs macht deutlich: Eine Stärkung der Sicherheit erhöht die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger – und ist für Liberale daher ein zentrales Anliegen.

„Mehr Sicherheit im Kreis erfordert unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Regionen. Das KOMPASS-Programm des Landes Hessen verfolgt genau diesen Ansatz. Es setzt auf Bürgerbeteiligung, die Einbindung der Polizei, Prävention und passgenaue Maßnahmen vor Ort. Deshalb halten wir mehr KOMPASS-Städte und -Gemeinden in Hersfeld-Rotenburg für sinnvoll“, erklärt Elias Philipp Herzog, Vorsitzender der Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg.

Als Beispiele nennen die Jungen Liberalen die Städte Rotenburg an der Fulda und Bebra, in denen das Programm bereits umgesetzt wird. Vor diesem Hintergrund zeigen sie sich irritiert über die Kritik der CDU an diesem Ansatz.

„Kriminalität sollte möglichst verhindert werden, bevor sie entsteht – genau darum geht es bei Prävention. Die Behauptung, KOMPASS bringe keine Polizisten auf die Straße, greift zu kurz und verkennt das Konzept“, so Herzog. Das Programm trage dazu bei, vorhandene Polizeikräfte gezielter einzusetzen – etwa durch klare Schwerpunkte, bessere Abstimmung, präventive Maßnahmen und eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung. „Gerade deshalb braucht die Sicherheitsdebatte Sachargumente statt verkürzter Darstellungen.“

Ergänzend regen die Jungen Liberalen an, auch kurzfristig wirksame Ansätze mitzudenken. Dazu zählten unter anderem eine verbesserte Beleuchtung im öffentlichen Raum, eine sichtbare Präsenz an bekannten Orten sowie niedrigschwellige Hilfsangebote. Diese Maßnahmen könnten das Sicherheitsgefühl der Menschen unmittelbar stärken.

Abschließend betonen die Jungen Liberalen, dass sie Symbolpolitik in der Sicherheitspolitik ablehnen. Pauschale Maßnahmen wie Waffenverbotszonen suggerierten häufig Handlungsfähigkeit, ohne die tatsächlichen Ursachen von Unsicherheit nachhaltig zu adressieren.