JuLis und JU warnen vor Rot-Rot-Grün und zunehmendem Antisemitismus

Die Jungen Liberalen (JuLis) und die Junge Union (JU) Hersfeld-Rotenburg warnen angesichts der abgeschlossenen Sondierungsgespräche in Berlin vor den politischen Folgen einer möglichen rot-rot-grünen Koalition. Besonders kritisch betrachten die beiden Jugendorganisationen den Berliner Landesverband der

Linkspartei, der zuletzt wiederholt durch antisemitische Vorfälle und Verbindungen zu Clankriminellen aufgefallen ist. Auch Forderungen nach einem Wahlrecht ohne deutsche Staatsbürgerschaft und nach der Vergesellschaftung privater Unternehmen stoßen auf deutliche Kritik. Aus Sicht der Jugendorganisationen reicht die Bedeutung dieser Entwicklungen weit über Berlin hinaus und wirft grundsätzliche Fragen zum Umgang mit Linksextremismus auf.

„Dass wir kurz davorstehen, dass eine Partei, in deren Reihen antisemitische Positionen immer wieder für Kontroversen sorgen, in einem Bundesland Regierungsverantwortung übernimmt, ist ein verheerendes Signal für das jüdische Leben und die politische Kultur in unserem Land. Erst vor Kurzem konnten wir in Paris beobachten, zu welchen Mitteln gewaltbereite Linksradikale im Zweifel greifen. Solche Entwicklungen gilt es in Deutschland zu verhindern, indem Parteien klare rote Linien ziehen und nicht die Büchse der Pandora für eine Zusammenarbeit mit der SED-Nachfolgepartei öffnen“, erklärt Elias Philipp Herzog, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg.

„Als politische Jugendorganisationen betrachten wir diese Entwicklung mit großer Sorge. Berlin darf nicht zum Ausgangspunkt einer neuen Normalisierung antisemitischer Positionen in der Politik werden. Eine solche Entwicklung könnte nicht nur dem internationalen Ansehen Deutschlands schaden, sondern auch weit über die Hauptstadt hinaus gesellschaftliche Auswirkungen haben“, ergänzt Philipp Schneider, Kreisvorsitzender der Jungen Union Hersfeld-Rotenburg.

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat der Antisemitismus in Deutschland erneut stark zugenommen. Insbesondere über soziale Medien werden junge Menschen mit manipulativen und emotionalisierenden Beiträgen zum Nahostkonflikt konfrontiert. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg müsse diese Entwicklung ernst genommen werden. Dass jüdisches Leben in Deutschland vielerorts auf besondere Sicherheitsmaßnahmen angewiesen ist, betrachten die beiden Jugendorganisationen mit großer Sorge.

„Gerade in diesen Zeiten sind Aufklärungsarbeit und Bildung wichtiger denn je. Als JuLis und JU wollen wir gemeinsam unseren Beitrag dazu leisten und insbesondere junge Menschen für die Problematik des Antisemitismus sensibilisieren. Aus unserer Sicht sollten kreisweit mehr Schulpartnerschaften mit israelischen Schulengeschlossen und der Nahostkonflikt sowie die Antisemitismusprävention im Unterricht stärker faktenbasiert thematisiert werden. Damit können wir Vorurteilen entgegenwirken und einen konkreten Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus leisten“, erklären Herzog und Schneider abschließend.